Bericht der Jahreshauptversammlung

Narrenzunft blickt auf ereignisreiches Jahr zurück

aus der Linauer Zeitung vom 13.05.2011:

Urgestein Harald Schneider verabschiedet sich nach 25 Jahren aus der Vorstandschaft

Zweierlei ist bei der Hauptversammlung der Lindauer Narrenzunft aufgefallen: Sie unterstützt mit Arbeitseinsätzen andere Vereine, und bei ihr sind alle drei Generationen gut vertreten. Ein Urgestein der Lindauer Narrenzunft, Harald Schneider, schied nach 25 Jahren Arbeit aus der Vorstandschaft aus. „Es geht nur miteinander, nicht gegeneinander oder nebeneinander.“

Nach diesem Motto führt Udo Falge seit vielen Jahren die Lindauer Narrenzunft, deren Mitglieder er zur Hauptversammlung im Trachtlervereinsheim Holdereggen begrüßte. Er ließ die besonders zahlreichen Auftritte der Lindauer Narren in der „langen und warmen Fasnacht 2011“ am Bodensee, im Allgäu und in Oberschwaben Revue passieren. Besonders gut tat der Narrenzunft der sehr erfolgreiche Abzeichenverkauf, der Besuch des Bayerischen Fernsehens als Werbung für Lindau und das überraschend große Echo bei der erstmaligen „Geldbeutelwäsche“ am Aschermittwoch mit 40 Leuten am Lindauer Narrenbrunnen.

Narren sind fleißig

Falge sagte aber auch, was noch besser sein könnte: Mehr Freiwillige für den Arbeitseinsatz beim Ball im Lindaupark und mehr Helfer bei der gemeinsam mit der Kolpingsfamilie organisierten Altkleider- und Papiersammlung. Es gebe aber auch Narren, die weit mehr leisteten, als man von einem Vereinsmitglied erwarten könne. Dies wären Martin Lau, Michael Wäger, Peter Hutschenreuter, Rudi Mäder, Matze Grüner, Michael Enhuber und Harald Schneider.

Harald Schneider, dessen Name vor allem für den „Fanfarenzug“ steht, schied nach 25 Jahren mit großem Dank von Falge, Blumen und einem edlen Tropfen aus der Vorstandschaft aus. Etliche Male, so beim 100-jährigen Geburtstag des Musikvereins Reutin oder dem Kinderfest in Reutin, halfen die Narren durch ihren Arbeitseinsatz anderen Vereinen. Gerne von ihnen erledigte Arbeit gab es bei der Zunfthäuslereparatur.

Weitere Aktivitäten waren ein siegreiches Armbrustschießen bei den Weißensberger Weihergeistern, die Teilnahme am Seehasenfliegen und beim Lindauer Stadtfest sowie die Feier etlicher runder hoher Narrengeburtstage zwischen 70 und 80. Die Mitgliederzahl sank binnen Jahresfrist von 555 auf 546, die Zahl der aktiven Narren von 354 auf 350, so Falge. In seiner Vorschau freute er sich über den Besuch der Landschaftstreffen der Narren 2012 in Konstanz, Aulendorf und Sigmaringen.

„Hoopla-ho“ zum Abschied

Es schlossen sich der Kassenbericht und Revisonsbericht von Zunftkämmerin Margit Späth und Helmut Grüner an. Thomas Freilinger lud zum Lindauer Stadtfest ein, bei dem die Zunft zum zehnten Mal mitwirkt. Klaus Messmer dankte dem Zunftmeister Udo Falge und dessen Frau Doreen für ihren Einsatz. Mit dem Schwingen der knorrigen Narrenschelle und dem urschwäbischen Lindauer Narrenruf „Hoppla-ho“ endete die Hauptversammlung.

Die bei den Teilwahlen neu gewählten Vorstandsmitglieder der Narrenzunft Lindau: Zunftkämmerin Margit Späth, Zunftprotokoller Michael Enhuber, Zunftfederfuchserin Petra Alfery, Vizezunftmeister Jochen Dreher und Zunftschreiberin Sandra Mayer.