Planungen und Ehrungen am 11.11

aus der Lindauer Zeitung vom 13.11.2007:

Lindauer Zunft nimmt närrischen Anlauf

„Hoppla-ho!“ und „Narri-narro!“ hat es bei der Lindauer Narrenzunft am 11.11. bei einem bayerischen Weißwurstfrühstück im Vereinsheim des Narrenzunft-Fanfarenzugs geheißen. Zwischen Allgäu und Breisgau sind die Lindauer Narren nach dem Dreikönigstag unterwegs. Auch Ehrungen standen auf der närrischen Tagesordnung.

Traditionell werden bei der Lindauer Narrenzunft am 11.11. die Termine der bevorstehenden Fasnacht bekannt gegeben. Nach dem Lindauer Neujahrsblasen folgt am 11. Januar in der Abenddämmerung das mystisch anmutende Häsabstauben auf der Insel. Ebenfalls eindrucksvoll gestaltet sich die 44. Binsengeistergeburt am 12. Januar ab 18 Uhr im Toskanapark.

Am 13. Januar jucken die Lindauer Narren beim Narrensprung in Langenargen. Es folgt die Teilnahme beim Landschaftstreffen (mit Narrennacht) der Vereinigung Schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte in Bad Waldsee am 20. Januar. Am 27. Januar zieht es die Narren nach Ostrach und in den restlichen Fasnachtstagen nach Ravensburg, Amtzell, Kißlegg, Friedrichshafen, Freiburg und Tettnang. Am Ende der heimischen Lindauer Fasnacht, die noch im Detail bekannt gegeben wird, steht der „Kehraus“ im Fanfarenzug-Vereinsheim. Dieser Ball bedeutet nicht nur das Aus der Fasnacht, sondern auch Abschiednehmen vom langjährigen Vereinsheim des Fanfarenzuges, sagte Zunftmeister Udo Falge.

Nach Mitternacht Helfer gesucht

Zunftkanzelar Thomas Freilinger warb für den Fasnachtsball der Zunft am 26. Januar im Lindaupark. Die Helferliste dafür fülle sich bereits erfreulich. Allerdings würden in der Arbeitsschicht nach Mitternacht für den Barbetrieb und die Security noch Freiwillige gesucht. Mit diesem Ball wolle die Narrenzunft wiederum in Lindau Spaß verbreiten. Die Narrenzunft wirke auch gerne am 17. November beim Mittelaltermarkt im Lindaupark mit und stelle sich dabei einem breiten Publikum vor, ergänzte Freilinger.

Es folgten Ehrungen für fünf, elf, 15 und 20 Jahre aktive Mitgliedschaft in der Narrenzunft. Die große Ehrennadel in Bronze erhielten für 25 Jahre närrischer Aktivitäten Karin Reinhardt, Rudolf Mäder, Anja Zapf und Elisabeth Robl. Die große Ehrennadel in Silber empfingen für 33-jährige Treue die Narren- und Brauchtumsfreunde Willy Schemm, Christine Triflinger, Gabriele Ratzinger und Karin Rehm. Für besonderen langjährigen Fleiß zeichnete Zunftmeister Udo Falge mit dem Zunftschild Birgit Schneider, Jochen Dreher sowie Michael und Martin Wäger aus. Für außerordentliche Verdienste ehrte die Zunft Willy Schemm mit der seltenen Auszeichnung „Großer Löwenorden“.

Schließlich stellte Zunftmeister Falge noch das Jahresabzeichen der Fasnacht 2008 vor. Es zeigt im Vordergrund das Lindauer Narrenzunft- und dahinter das bayerische Rautenwappen.

Der Zunftmeister der Lindauer Narrenzunft Udo Falge (Zweiter von rechts) ehrt am 11.11. mehrere langjährige aktive Mitglieder. Anja Zapf (ganz links) ist seit 25 Jahren aktiv dabei. Willy Schemm (Zweiter von links) engagiert sich seit bereits 33 Jahren als aktiver Narr für das Fasnachtsbrauchtum. Ebenfalls seit einem Dritteljahrhundert macht Christine Triflinger (Bildmitte) bei der Lindauer Fasnacht mit. Seit 25 Jahren bekennt schließlich Elisabeth Robl (ganz rechts): „Ich bin eine Narrenzünftlerin!“

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