Presseinformation

Narrenzunft Lindau zur Fasnacht und zum Landschaftstreffen 2007

Was ist ein Landschaftstreffen, woher kommt diese Bezeichnung?
Die Narrenzunft Lindau / Bodensee e.V. ist Mitglied in der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte âEUR“ kurz VSAN. Die VSAN ist die älteste und größte Vereinigung in Südwestdeutschland und ist aufgeteilt in Landschaften, wie z.B. Donau, Hochrhein, … Die Narrenzünfte aus Wangen, Tettnang, Kisslegg, Altdorf-Weingarten, Baienfurt, Bad Waldsee, Bad Saulgau, Aulendorf und Lindau gehören zur Landschaft Oberschwaben/Allgäu.
In jedem Jahr darf nur 1 Zunft in unserer Landschaft ein Landschaftstreffen veranstalten. Alle anderen besuchen dann diese Veranstaltung und natürlich kommen aus anderen Landschaften noch viele Zünfte der VSAN dazu.
Außerdem laden wir natürlich ein paar Zünfte ein, die nicht in der VSAN sind, da wir als Narren natürlich offen sind für Freundschaft und Frohsinn auch über Grenzen hinweg.

Wieso gibt es das nicht öfter in Lindau?
Wir sind mittlerweile 9 Zünfte in unserer Landschaft und hatten zuletzt 1999 ein Landschaftstreffen. Eine Veranstaltung dieser Größenordnung erfordert nicht nur viel Arbeit und Organisation, sondern soll etwas besonderes sein, damit auch wirklich viele Besucher kommen. In den nächsten Jahren sind dann die anderen Mitglieder unserer Landschaft dran. Mit dem Auto kann man in 15 Minuten bis 1 Stunde alle erreichen und so auch die nächsten Jahre Landschaftstreffen erleben. Jedes ist anders, jedes auf seine Art schön!
Schirmherren wie Prinz Luitpold oder Narren-Prominenz wie Jürgen Hohl kommen natürlich auch nicht jedes Jahr zu uns. Wie gesagt, ein Landschaftstreffen ist etwas besonderes und das darf auch so bleiben.

Gibt es denn eine Freinacht?
Nein, es gibt eine Narrennacht. Unser Programm beginnt am Samstag Nachmittag und endet am Sonntag Abend. Zu unserer Narrennacht gehört aber mehr als Bar-Zelte âEUR“ die es natürlich auch gibt. Zunächst gibt es auf der Insel viele Brauchtumsvorführungen. Da tanzen Hexen und Hansele und man erfährt so manches zu den Hintergründen.
Außerdem gibt es auch eine Messe in der Kirche, die von Narren mitgestaltet wird und zu der alle Narren und Besucher herzlich eingeladen sind. Fasnacht und Kirche gehören ja auch irgendwie zusammen. Ohne Fastenzeit, keine „Zeit vor der Fastenzeit“ und nichts anderes bedeutet das alte Wort „Fastnacht“. Natürlich werden auch wieder viele Schalmeien, Lumpenkapellen, Guggenmusiken und Fanfarenzüge von Wirtshaus zu Wirtshaus ziehen und viele Wirte haben uns schon gesagt: Wir machen wieder mit! Das war 1999 so toll!

Also noch eine „Isle of Music“?
Vielleicht war die Narrennacht 1999 die erste „Isle of Music“. âEUR“ Aber es gibt da schon einige Unterschiede. Die Idee bei der „Isle of Music“ ist ja, dass man einmal Eintritt bezahlt und dann viele verschiedene Live-Bands hört und viele Wirte verändern ja auch einiges speziell für diesen Abend.
In der Narrennacht sorgen für „Live-Musik“ die Schalmeien, Lumpenkapellen, Guggenmusiken und Fanfarenzüge. Die Gastronomie hat die Möglichkeit sich ein zusätzliches Publikum zu erschließen, ohne selbst für Programm zu sorgen. Die Hästräger kommen aus Vorarlberg, der Schweiz und ganz Baden-Württemberg. Von 1999 wissen wir dass viele in den wärmeren Tagen wieder kamen, weil sie Lindau durch unser Landschaftstreffen positiv kennen gelernt hatten. In der Narrennacht gibt es zusätzlich zur vorhandenen Gastronomie Zelte, die von Lindauer Vereinen bewirtet werden am Inselhalle-Parkplatz und natürlich die fasnachts-typischen Verpflegungsstände auf den Plätzen und Straßen. Der Eintritt in Form unseres Umzugsabzeichens ist natürlich auch wesentlich geringer.

Wie viele Leute werden denn da kommen?
Die Polizei Lindau hat 1999 am Samstag Abend 10000 Besucher geschätzt und am Sonntag 12000, wobei es damals klirrend kalt war. Es ist davon auszugehen, dass bereits am Samstag über 1000 Hästräger kommen, die praktisch fast 2 Tage mit uns feiern. Außerdem hatte das letzte Landschaftstreffen auch im Nachhinein viel Lob erhalten, sodass wir davon ausgehen, dass wir diese Zahlen wieder erreichen.

Und trotzdem hat sich die Zunft jetzt noch entschieden, auch den Fasnachtsball im Lindaupark gleich noch mal zu veranstalten!?
Ja âEUR“ allerdings schon 2 Wochen vor dem Landschaftstreffen am 20.1.! Die große Mehrheit der Mitglieder aber auch die Geschäftsleitung vom Lindaupark war einfach der Meinung, dass diese gelungene Veranstaltung dringend wiederholt werden muss. Es sind uns auch genug Punkte bekannt, wo wir noch besser werden können. Die Grundidee mit mehreren Etagen, Bars und Tanzflächen sowie Live-Musik und DJs wird bleiben. Auch ein interessantes Motto werden wir wieder umsetzen. Das Team, das hierfür bereits in den Vorbereitungen steckt, ist hoch motiviert und natürlich hoffen wir, dass das Publikum dann 2 Wochen später zum Landschaftstreffen noch mal in Fasnachts-Stimmung ist. Außerdem haben wir dafür am Fasnachtssonntag in Lindau keine Veranstaltung, sondern werden nur zu einer anderen Zunft auf einen Umzug fahren.

Ein Team steckt jetzt in den Vorbereitungen zum Fasnachtsball? Ist man denn als Narr das ganze Jahr aktiv?
Tatsächlich treffen sich die MoschtköpfâEUR~, Binsengeister, Pflasterbuzen, Kornköffler und Laufnarren jeden Monat, der Fanfarenzug und die Tanzgruppe üben wöchentlich und die Teams, sowie Zunftregierung und Zunftrat (Gruppenvögte+Zunftregierung) treffen sich auch fast monatlich. Außerdem engagieren sich Mitglieder beim Stadtfest, dieses Jahr bei Seebrückenfliegen, beim Fischerstechen und bei diversen Veranstaltungen der Stadt Lindau und Pro Lindau, wo auch meist der Fanfarenzug spielt. Unser Narren-Baum-Team stellt den Maibaum in Reutin. Natürlich besuchen unsere Mitglieder das Asphaltstockschießen und das Armbrustschießen der Weißensberger Weihergeister und veranstalten selbst das „Narrenschießen“ am Schönbühl. Wir sind das ganze Jahr aktiv und nach über 50 Jahren aus Lindau sicher nicht mehr wegzudenken!

Das klingt anstrengend! Finden sich dafür immer noch genug Begeisterte?
Unsere Mitgliederzahlen sind seit Jahren insgesamt gleichbleibend bei ca. 350 Aktiven und ca. 300 Passiven âEUR“ und das, obwohl die Zahl der Narrenvereine in unserer Region in den letzten Jahren deutlich zunahm. Durch die verschiedenen Maskengruppen und auch die verschiedenen Möglichkeiten, sich aktiv zu beteiligen, fühlen sich offenbar immer wieder Leute dazu ermuntert mitzumachen. Auch der eigene Nachwuchs verleiht uns Stärke. Wir haben Familien, von denen 3 Generationen im Umzug mitlaufen. Natürlich ist nicht jeder gleich aktiv und wir haben auch Mitglieder, die es beruflich bis nach Hamburg verschlagen hat. Trotzdem kommen immer wieder gerade aus der Basis neue Aktivitäten. Unsere Tanzgruppe z.B., die bisher immer auf die Fasnacht hin einige Wochen geprobt hat und dann auf Fasnachtsbällen in der Region aufgetreten ist, hat sich jetzt entschieden, dass einige Mitglieder ganzjährig in der Tanzschule Schnell trainieren und z.B. auch am Stadtfest-Stand der MoschtköpfâEUR~ auftreten.

Zurück zum Landschaftstreffen. Ist denn hierzu alles vorbereitet?
Nein, das geht auch gar nicht. Wir freuen uns über alles, was erledigt ist, aber nicht jede Firma, die wir gerne als Sponsor-Partner hätten, hat schon ein Budget für 2007. Auch Sendeanstalten planen heute kurzfristiger als früher. Bis zu den Sommerferien sollte allerdings das meiste geklärt sein.

Was wünschen Sie sich von der Lindauer Bevölkerung?
Dass alle mitmachen und genießen, was wir für Lindau und unsere Region organisieren und veranstalten! Der schönste Lohn für unsere Arbeit ist, wenn viele Menschen glückselig zusammen Fasnacht feiern!

Informationen gibt es auch über unsere Homepages www.narrenzunft-lindau.de und www.landschaftstreffen-2007.de.