Hauptversammlung

Aus der Lindauer Zeitung vom 10.05.2006

Bis zum Narrentreffen im Februar 2007 will Verein seine Finanzen sanieren

LINDAU (eka) Der Lindauer Narrenzunft steht am 3.und 4. Februar 2007 ein Narrentreffen mit über 6000 Hästrägern ins Haus. Als Hausaufgaben bis dahin will der Verein neben auch seine Finanzen sanieren.

Was jedem Unternehmen passieren kann, widerfuhr auch der Lindauer Narrenzunft. Die Kosten der Straßenfasnacht explodierten von 3000 Euro im Jahr 2001 auf 12 000 Euro im Jahr 2005. Die höchste Steigerung war dabei zwischen 2004 und 2005 mit 50 Prozent zu verzeichnen. Schuld daran, so Zunftmeister Udo Falge, seien hauptsächlich die drastisch gestiegenen städtischen Gebühren und die Gema. „Das haben wir unterschätzt.“ Insgesamt hatte die Narrenzunft im vergangenen Jahr, obwohl das Zunfthäusle zufriedenstellend lief, die Altkleidersammlung wieder etwas bessere Zahlen liefert und der Ball im Lindaupark auch finanziell ein Gewinn war, einen Verlust von 15 000 Euro. Die Zunftregierung zog, als sich das abzeichnete, die Notbremse. Statt der Stadt stellte sie beispielsweise heuer die Schilder zur Straßenfasnacht selbst auf und sparte so 3000 Euro.-Die Busfahrten zu Narrentreffen sollen künftig die Mitreisenden eine Selbstbeteiligung von zehn Euro im Jahr kosten. „Der Abzeichenverkauf muss sich ganz erheblich steigern“, forderte Falge. In anderen Zünften, so der Zunftmeister, betragen die Fahrkosten für jeden Zünftler im Jahr durchschnittlich 65 Euro, und jedes aktive Mitglied muss gegen Bezahlung eine bestimmte Anzahl Abzeichen zum Weiterverkauf abnehmen. Trotz des dicken Minus mussten die Narren jedoch nicht ihre Reserven angreifen. Zusammen mit einem Bündel weiterer Sparmaßnahmen will die Narrenzunft bis zur nächsten Hauptversammlung als Gesamtergebnis eine rote Null schreiben. Obwohl sie knapp bei Kasse waren, spendeten die Narren für die Flutopfer in Asien.

Vom Geld abgesehen, gab es nur Erfreuliches bei der Hauptversammlung zu hören. Der Zunftmeister lobte Thomas Freilinger für die Ausrichtung des ersten Fasnachtsballs im Lindaupark: „Thomas, das war eine feine Sache.“

Vergangenes Jahres fand die erste vorbereitende Sitzung für das Landschaftstreffen Oberschwaben-Allgäu 2007 auf der Lindauer Insel statt. Für dieses Treffen am 3. und 4. Februar meldeten sich bereits 21 Vereinigungszünfte an. Insgesamt sollen 35 Narrenzünfte mit über 6000 Narren nach Lindau kommen. Die Quartiere in Lindau seien nahezu schon belegt. Bei diesem Großereignis gibt es natürlich auch mehrere Brauchtumsvorführungen.