Rußiger Freitag

Aus der Lindauer Zeitung vom 25.02.2006

Buzen tanzen wild und feurig

Gestern abend haben sie wieder vor dem Alten Rathaus ihr Unwesen getrieben: die Lindauer Pflasterbuzen. Und dies sehr zu Freude von hunderten Zuschauer, die diesen wilden und feurigen Auftritt ebenso beklatscht haben wie den feinen Tanz der Kornköffler.

Der Köfflerjuck und Buzentanz gehören in Lindau zum Rußigen Freitag dazu wie der Hoppla Ho-Ruf zur Narrenzunft. Die Pflasterbuzen symbolisieren wilde Damönen, die in den dunklen Winternächten in den Gassen der Stadt ihr Unwesen treiben. Ihr Auftritt ist ein Hahnentanz aus der Gattung der Erntebräuchetänze, bei dem die Einzelmaske der Buzenteufel, bei dumpfem Trommelklang und bengalischer Beleuchtung auftritt. Ihrem ungestümen Treiben am Rußigen Freitag voraus geht stets der Köfflerjuck, ein feiner Bändeltanz, bei dem diese Weißnarren in zwei Kreisen um Köfflerwecken und Fladenbrot tanzen. Sie erinnern damit an den früheren Kornhandel und an das närrische Treiben der „RoggenstehlerâEUR in nicht ganz blütenweißen Kostümen.

Buzentanz