Glocken spielen für die Narren

Aus der Lindauer Zeitung vom 21.10.2004

Glocken spielen für die Narren

Verdiente Senioren der Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte der Landschaft Oberschwaben/Allgäu haben sich in Lindau getroffen. Seit zehn Jahren pflegen sie dies jährliche Zusammenkunft.

Die meisten von Ihnen sind ehemalige Zunfträte mit einem fundierten Wissen zu Geschichte und Brauchtum. Dementsprechend hat der Lindauer Zunftkanzellar Thomas Freilinger das Programm gestaltet.

Mit Hilfe der Mesnerin von St. Stephan, Heidrun Wäger, selbst jahrzehntelang Moschtkopf, wurde für den passenden Rahmen im wunderschönen Saal des historischen HospitzâEUR(TM) geschaffen. Die Laufnarren waren die Heinzelmännchen, die die Äpfel auf den Tischen polierten und sich um alle Wichtig- und Nichtigkeiten kümmerten. Unzählige Kuchen wurden von Mitgliedern aller Narrengruppen gebacken. Ehrenzunftmeister und Narrenvater Herbert Baldauf las Texte von Martin Thomann. Der Fanfarenzug spielte.

Dann gingâEUR(TM)s zur Stadtführung. Viel Lob bekamen Gudula von Hartz, Ursula Ippen und Irma Brög. Ihre Aufgabe war nicht leicht, waren doch unter den Gästen einige Damen, die in ihrem Heimatort die gleiche Tätigkeit ausüben und auch alle anderen waren ja heimatgeschichtlich recht gut ausgestattet âEUR“ allen voran Seine Erlaucht Graf Gebhard zu Waldburg-Wolfegg und Waldsee. Natürlich war es auch tolles Erlebnis für die Führerinnen. Genau in den besagten Nachmittagsstunden hielt auch Petrus die Schleusen dicht, und Lindau erstrahlte reingewaschen und glitzernd in der Oktobersonne.

Auch Hans Stübner kam extra und ließ für den hohen Besuch den Lindauer Narrenmarsch vom Glockenspiel erklingen. Waldemar Münst aus Aulendorf, der dieses Treffen alljährlich mit den gastgebenden Zünften ins Leben ruft bedankte sich herzlich, bevor die Gäste mit wunderschönen Eindrücken von Lindau zurück nach Hause fuhren.